Koloman Moser für die Wiener Werkstätte:
Schreibschrank für Berta Waerndorfer, 1903
© Gerald Zugmann/MAK
Berta Waerndorfer (1844-1921) stammt aus einer jüdischen Industriellenfamilie, die einen der größten baumwollverarbeitenden Betriebe der österreichischen Monarchie besaß. 1903 finanziert ihr Sohn Fritz Waerndorfer die Gründung der Wiener Werkstätte (WW) und wird deren künstlerischer Direktor. Noch im Gründungsjahr erwirbt Berta das oben abgebildete exquisite Möbel in der WW. Damals ahnt sie weder, dass ihr Sohn Fritz wegen seines WW-Engagements 1913 persönlich Konkurs anmelden muss, noch dass Fritz aus diesem Grund von der Familie quasi ins Exil in die USA geschickt wird. Die ebenfalls konkursreife WW wird von anderen Mäzenen gerettet.
Dies ist nur eine der Hintergrundgeschichten, die wir im MAK in der ganz aktuell, Ende Februar 2026 eröffneten Neuaufstellung der Schausammlung Wien 1900 – Alltag. Gesamtkunstwerk erfahren. Zahlreiche Highlight-Objekte aus der Epoche Wien um 1900 erwarten uns in einer aufwändigen Inszenierung, die der international rennomierte österreichische Künstler Markus Schinwald gestaltet hat.
Dienstag, 10. März 2026 (Wiederholung am 30.06.2026)
Beginn: 18:00 Uhr / Ende: ca. 19:00 Uhr
Das MAK ist anschließend noch bis 21:00 Uhr geöffnet.
Ort: MAK, Stubenring 5, 1010 Wien
Treffpunkt: Kassa / Atrium
Der Eintritt ist bitte individuell zu lösen.
Führungsbeitrag von 10 € / Person:
# bar & passend vor Führungsbeginn zahlbar #
Anmeldung erforderlich – Begrenzte Teilnehmerzahl


