SO, 25.10.26, Stadtspaziergang im Fasanviertel

Aspangbahnhof mit Museumszug, 1974
(c) Wien Museum

Stadtspaziergang im Fasanviertel

Nach unserem spannenden ersten Juni-Rundgang durch einen Teil des 3. Bezirks nehmen wir bei diesem Stadtspaziergang das Fasanviertel in den Blick. Gemeinsam mit Dr.in Gabriele Anderl folgen wir wieder den Spuren einer weitgehend vergessenen Vergangenheit.

Im 1859 eingemeindeten Bezirk Wien-Landstraße lebten rund um den „Anschluss“ Österreichs an NS-Deutschland etwa 13.000 Jüdinnen und Juden. Ab März 1938 waren sie Entrechtung, Beraubung, Vertreibung und Vernichtung ausgesetzt. Ein besonders bedrückender Ort war der 1977 abgerissene Aspangbahnhof: Von hier aus wurden zwischen 1939 und 1942 Tausende Jüdinnen und Juden aus Wien in Ghettos und Vernichtungslager deportiert. Heute erinnert das Mahnmal am ehemaligen Aspangbahnhof an die Opfer und an die Verbrechen, die von Wien ausgingen. Zuvor war das Fasanviertel Lebensort vieler jüdischer Familien, Intellektueller und Kulturschaffender. Welche Spuren sind geblieben? Was lässt sich heute noch entdecken? Wir machen jüdische Geschichte im Stadtraum sichtbar und bringen Vergessenes zurück ins Gedächtnis.

Sonntag, 25. Oktober 2026
Beginn: 11:00 Uhr / Ende: ca. 12:30 Uhr

Treffpunkt: Rennweg 24 / Ecke Fasangasse (vor Backwerk-Filiale)

Kosten: 10 € / Person, bar und passend vor Ort zahlbar
Begrenzte Gruppengröße – Anmeldung erforderlich.