MI, 10.06.26, Stadtspaziergang Jüdische Landstraße

Sophiensäle
Foto: C. Stadler / Bwag

Im 1859 eingemeindeten Bezirk Wien-Landstraße lebten zur Zeit des sogenannten Anschlusses von Österreich an Nazi-Deutschland rund 13.000 Menschen jüdischer Konfession. Hinzu kamen viele Wiener:innen, die zwar konfessionslos oder christlich getauft waren, aber nach den Rassegesetzen der Nationalsozialisten trotzdem als »jüdisch« galten. Sie alle waren nach dem März 1938 der systematischen Beraubung, Vertreibung und Vernichtung preisgegeben. Im Rahmen unserer Führung mit Dr.in Gabriele Anderl nehmen wir die NS-Zeit genauso in den Blick, wie auch das jüdische Leben in den Jahrzehnten vor 1938 und nach der Shoah.

Wir erfahren von zahlreichen Familien, Unternehmen und Berufsgruppen, wie etwa die jüdischen Viehkommissionäre vom Schlachthof St. Marx, den »Armenarzt« und Politiker Ignaz Mandl, den sozialdemokratischen Politiker Robert Danneberg, den Maler Egon Vitalis Biel, den Kabarettisten Hermann Leopoldi oder die Familien Mautner-Markhof und jene der Schriftstellerinnen Ilse Aichinger und Hilde Spiel.

Mittwoch, 10. Juni 2026
Beginn: 18:00 Uhr / Ende: ca. 19:30 Uhr
Treffpunkt: Sophiensäle, Marxergasse 17, 1030 Wien
Führungsbeitrag von 10 € / Person:
# vor der Führung bar und passend zu zahlen #

Anmeldung erforderlich – Begrenzte Teilnehmerzahl