Villa Rezek, 2025
(c) Stefan Oláh
Der heute kaum bekannte jüdische Architekt Hans Glas (1892-1960) war ein Schüler von Adolf Loos. Sein visionärster Bau steht in Wien-Pötzleinsdorf: die kürzlich aufwendig instandgesetzte Villa Rezek. Auftraggeber für diesen Terrassenbau waren im geschichtsträchtigen Jahr 1933 das jüdische Ärzteehepaar Anna und Philipp Rezek. Die Historikerin Dr.in Caroline Wohlgemuth ist die Autorin der grundlegenden Publikation zur Villa Rezek. Sie öffnet für die FREUNDE die Türen zu Villa und Garten und berichtet von der komplexen Geschichte dieses ganz besonderen Ortes.
Der Familie Rezek gelingt 1938 die Flucht vor den Nationalsozialisten in die USA; Hans Glas flieht nach Indien. Die Villa wird enteignet und „arisiert“ und erst nach dem Krieg zurückgestellt. Erzwungene Emigrationen bedeuteten nicht nur persönliche Tragödien, sondern in diesem Fall auch das abrupte Ende der Blüte moderner Architektur und Wohnkultur in Wien – gefolgt von jahrzehntelangem Verschweigen, Verdrängen und Vergessen. Parallel fanden die ins Exil getragenen Visionen eine neue Heimat in der Welt. Hans Glas‘ Ideen und Gestaltungsprinzipien sind heute aktueller denn je.
Sonntag, 19. April 2026
Beginn: 15:00 Uhr, danach kein Einlaß möglich / Ende: ca. 16:30 Uhr
Ort: Wilbrandtgasse 37, 1180 Wien
Anfahrt: Bim 41 (Stop Scheibenbergstr.), 35A (Stop Glanzing)
Freiwillige Spende für das Villa-Rezek-Team von 10 € / Person:
# bar & passend vor Führungsbeginn zahlbar #
Wir danken Dr.in Caroline Wohlgemuth für ihre kostenfreie Führung.
Anmeldung erforderlich – Begrenzte Teilnehmerzahl



