Roger Cremers: Fort Eben-Emael (Belgien), 2010
(c) Roger Cremers
Sag mir wo die Blumen sind. Beim Ausstellungstitel klingt vielen die Stimme von Marlene Dietrich im Ohr. Sie macht 1962 das Antikriegslied in der deutschen Fassung berühmt. Das Original vom US-Folk-Singer Pete Seeger geht zurück auf ein ukrainisch-russisches Kosakenlied und erinnert damit auch an bedrückend aktuelle Schlachtfelder.
Anlässlich des 80. Jahrestags des Kriegsendes 1945 nimmt diese Fotoausstellung europäische Erinnerungskultur sowie die Nachwirkungen des Zweiten Weltkrieg und der Shoa in den Blick. Mit der Fotoserie „World War Two Today“ führt uns der preisgekrönte niederländische Fotograf Roger Cremers zu historisch kontaminierten Landschaften, ehemaligen Kriegsschauplätze und Gedenkstätten in Europa. Auf unserer Kuratorinnenführung mit Andrea Winklbauer und Adina Seeger gehen wir der Frage nach, wie Nachkriegsgesellschaften mit dem Erbe der großen Katastrophen des 20. Jahrhunderts umgehen. Lassen wir uns von Pete Seeger und einem weiteren seiner Songs inspirieren: We shall overcome – some day we live in peace.
Mittwoch, 21. Mai 2025
Ort: Museum Judenplatz, Judenplatz 8, 1010 Wien
Dauer: 18:00 – 19:00 Uhr
Anmeldung erforderlich – Begrenzte Gruppengröße