Edith Kramer: Das schwarze Auge (Detail), 1943
Schenkung der FREUNDE an das JMW 2007
(c) JMW
Im Museum Judenplatz startete 2023 eine inzwischen beeindruckende Ausstellungsreihe. Diese möchte übergeordnete, universale Themen in kompakter Form zur Diskussion stellen. Nach den Präsentationen zu Schuld, Frieden, Raub und Angst steht nun das Thema Alles vergessen im Mittelpunkt. Unsere Dialogführung mit der Ausstellungskuratorin Mag.a Daniela Pscheiden findet am Vorabend des israelischen Gedenktages Jom haShoa statt, bei dem heuer am 14. April weltweit der Shoa-Opfer gedacht wird.
In der Ausstellung bilden besonders aussagekräftige (Kunst-)Objekte das Thema Vergessen in seinen verschiedenen Dimensionen ab. Zu sehen ist unter anderem das Gemälde „Schwarzes Auge (1943)“ von Edith Kramer, das die FREUNDE 2007 dem JMW geschenkt haben – siehe Bilddetail oben. In der Ausstellung geht es um individuelles und gesellschaftliches Vergessen. Genauso geht es um die Beleuchtung der Rolle von Museen und vor allem Jüdischer Museen beim Thema Vergessen. In diesen Kontexten stellen sich Fragen, sowohl nach der Angst vor, als auch nach einem Recht auf Vergessen. Gibt es vielleicht gar ein „Jüdisches Vergessen“? Dabei gehen wir auch auf das besondere Spannungsfeld ein: Dies entsteht aus der räumlichen Nähe der Ausstellung zum Mahnmal auf dem Judenplatz. Hier geht es ganz konkret um das Gegenteil von Vergessen, vielmehr um die Erinnerung an die die österreichischen jüdischen Opfer der Schoa.
Montag, 13. April 2026
Beginn: 18:00 Uhr / Ende: ca. 19:00 Uhr
Ort: Museum Judenplatz, Judenplatz 8, 1010 Wien
Freier Eintritt für FREUNDE
Wir danken Mag.a Daniela Pscheiden für ihre kostenfreie Führung.
Anmeldung erforderlich – Begrenzte Teilnehmerzahl


