The suitcase
(c) Bethany Hobbs
Kuratorinnenführung im Museum Judenplatz
Heimatlos. Wiener Juden im Exil
Nach dem „Anschluss“ 1938 wurde Wien zur Modellstadt für die systematische Vertreibung der Jüdinnen und Juden. In kürzester Zeit wurde die damals drittgrößte jüdische Gemeinde Europas durch Emigration, Deportation und Ermordung nahezu ausgelöscht. Wem die Flucht gelang, verlor bürgerliche Existenz, Hab und Gut und die Heimat. In der Fremde mussten jüdische Flüchtlinge ihr Leben mühsam neu aufbauen – in europäischen Staaten, Nord- und Südamerika, Afrika, im Nahen Osten, in Asien und Australien.
Die Ausstellungskuratorin Mag.a Caitlin Gura macht auf ihrer Führung deutlich, wie schwer es war, ohne Sprache, berufliche Perspektive und sozialen Anschluss im Exil Fuß zu fassen. Manche mussten sogar mehrfach fliehen, bis sie endlich ein sicheres Land, einen sicheren Ort fanden. Die Allermeisten kehrten niemals nach Wien zurück. Die Stadt, die sie vertrieben hatte, war nicht länger ihre Heimat. Die Ausstellung erzählt die Lebensgeschichten dieser Wiener:innen und macht die vielschichtigen Dimensionen von Heimatverlust und Exil sichtbar.
Zeit: Montag, 16. November 2026, 18:00 – 19:00 Uhr
Ort: Museum Judenplatz, Judenplatz 8, 1010 Wien
Kosten: Freier Eintritt für FREUNDE
Wir danken Mag.a Caitlin Gura für ihre kostenfreie Führung.
Begrenzte Gruppengröße – Anmeldung erforderlich
Wiederholung: Mittwoch, 20. Jänner 2027, 18-19 Uhr



